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Wissen
Hier finden Sie Informationen rund um das Leben mit HIV. Themen aus den Bereichen Medizin, Alltägliches und Recht kurz und bündig erklärt. Fehlt ein Thema? Kontaktieren Sie uns via Formular und melden Sie uns Ihr Anliegen.
Die Fabrik des Schweigens
Beim Verfassen dieses Artikels stellt sich mir die Frage, auf welcher Grundlage ich das Thema überhaupt anschneiden kann. Die ersten sieben Jahre meines Lebens mit HIV waren grossteils geprägt von Schweigen, Kraft- und Energieverschleiss, Verheimlichung, vorauseilenden Ängsten sowie ausnehmend heimtückischen Auswirkungen auf meine psychische Gesundheit.
Krank, Kontaminier, AIDS, infiziert... Das Gewicht der Worte
Wenn es um HIV geht, ist es leider üblich, dass der Diskurs von Negativität und Ungenauigkeiten geprägt ist. Zum Beispiel besteht eine anhaltende Verwirrung zwischen HIV und AIDS, und oft wird von «Infektion» gesprochen (ein Begriff, der, wie wir uns erinnern, von «infizieren» abgeleitet ist), während die Übertragungswege häufig unter dem Begriff «Kontamination» erwähnt werden.
Ein holistischer Ansatz bei der Behandlung von HIV ist angesichts der hohen Prävalenz psychischer Belastungen bei Menschen mit HIV von entscheidender Bedeutung.
Heute ist ein gesundes und langes Leben mit HIV bei frühzeitiger Diagnosestellung und darauffolgender Behandlung und Therapie ohne Probleme möglich. Dieses Wissen ist in der Bevölkerung noch nicht verbreitet, sondern es herrschen viele Vorurteile gegenüber Menschen
mit HIV. Dies macht es nicht einfach, über eine HIV-Infektion zu sprechen. Im Folgenden werden verschiedene Themen aufgeführt, bei denen Psychotherapie unterstützend wirken kann. Es geht auch darum, wann und mit wem man wie über seine Diagnose sprechen kann.
Seit 2018 können Frauen mit HIV mit nicht nachweisbarer Viruslast in der Schweiz stillen, wenn sie dies wünschen. In diesen Fällen ist die Nachsorge nach der Geburt von entscheidender Bedeutung. Trotz unterdrückter Viruslast bei der Entbindung wurde jedoch in mehreren Studien über eine geringe Rate der mangelnden Therapietreue in der HIV-Behandlung und der ungenügend unterdrückten Viruslast nach der Geburt berichtet.
HIV im Alter: Herausforderungen und Ressourcen um gesund zu bleiben
Das Älterwerden bringt für jede:n individuelle Herausforderungen mit sich, doch für Menschen, die mit HIV leben, können zusätzliche Überlegungen und Anpassungen erforderlich sein. In diesem Artikel befassen wir uns mit speziellen Aspekten, die betagte Menschen mit HIV berücksichtigen sollten, angefangen von medizinischen Überlegungen bis hin zu sozialen Aspekten und Gemeinschaftsunterstützung. Eine nicht abschliessende Auflistung.
Sie haben vor Kurzem erfahren, dass Sie mit HIV leben? Diese Diagnose löst bei vielen Menschen erst einmal einen Schock aus. Heute zählt HIV dank der HIV-Medikamente zu den gut behandelbaren chronischen Infektionen.
Sowohl die HIV-Infektion als auch die HIV-Therapie können Ihren Körper belasten. Mit einer wirksamen Therapie und einem gesunden Lebensstil haben Sie eine hohe Lebensqualität und Lebenserwartung – ähnlich hoch wie ein Mensch ohne HIV.
Eine HIV-Infektion ist kein Grund, auf Kinder zu verzichten. Durch die antiretrovirale Therapie sind die Lebenserwartung und die Lebensqualität von Menschen mit HIV stark gestiegen. Und das Risiko einer Übertragung auf den Partner oder die Partnerin und das Baby lässt sich fast immer verhindern.
Die Diagnose «HIV-positiv» bedeutet nicht, dass Sie auf Beziehungen und Sex verzichten müssen. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre:n Partner:in vor einer HIV-Übertragung schützen können.
Infizieren sich Menschen mit HIV mit einer anderen Geschlechtskrankheit, hat diese oftmals einen schlechteren Verlauf und ist schwieriger behandelbar als bei Menschen ohne HIV. Zudem ist das Risiko der Übertragung von HIV deutlich erhöht.
Regelmässige ärztliche Kontrollen sind für Menschen mit HIV wichtig. Sie dienen der Beurteilung des Gesundheitszustands, des Verlaufs der HIV-Infektion und der Wirksamkeit der Therapie.
Menschen mit HIV sind grundsätzlich nicht mehr ansteckend, wenn sie ihre HIV-Therapie nach Plan befolgen und wenn ihre Virenlast nicht mehr nachweisbar ist. Sie können also ungeschützten Sex haben, ohne zu befürchten, dass sie ihre:n Partner:in anstecken.
Die HIV-Therapie fördert die Gesundheit und unterstützt die Lebensqualität, deshalb ist es wichtig, die Therapie rechtzeitig zu beginnen und nicht lange zuzuwarten. Weiter verhindert die wirksame Therapie die Übertragung von HIV auf die Sexualpartnerin oder den Sexualpartner.
Das HI-Virus greift das Immunsystem an und schwächt dieses über einen langen Zeitraum. Dadurch kann das Immunsystem seine Aufgabe – die Abwehr von Krankheitserregern – nicht mehr richtig wahrnehmen.
Eine HIV-Diagnose bedeutet nicht, dass Sie schon an Aids leiden oder sicher an Aids erkranken werden. Aber sie bedeutet, dass Sie Massnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit und der Gesundheit Ihres Partners oder Ihrer Partnerin treffen müssen.